„Hauptsache Gesamtschule“

Die Gesamtschule Fröndenberg präsentierte sich beim Tag der offenen Tür. Foto: Dominik PieperBei vielen Familien aus den Nachbarkommunen stößt die geplante Gesamtschule in Menden auf großes Interesse. Beim Tag der offenen Tür der Gesamtschule in Fröndenberg kündigten viele Eltern kommender Fünftklässler auf Nachfrage unserer Zeitung an, sich auch der der Mendener Gesamtschule um einen Platz zu bemühen. Vor allem für Wickeder Eltern scheint die neue Schule in Menden eine echte Alternative zur bestehenden Schule in Fröndenberg zu sein. „Ob mein Kind mit dem Bus nach Fröndenberg oder nach Menden fährt, ist egal. Hauptsache, die Schule und die Schulform passen“, sagte beispielsweise eine Mutter aus Wickede. Abgesehen vom pädagogischen Angebot der Schule überzeuge sie schlicht und einfach die Betreuungsmöglichkeiten, die eine Gesamtschule biete.

Fröndenberg erste Wahl

Andere Eltern äußerten sich ähnlich, wenngleich bei vielen Eltern Fröndenberg erste Wahl bleibe. „Aber ich weiß halt nicht, ob das hier auch klappt“, lautete der skeptische Beigeschmack angesichts möglicher Abweisungen.

Zweitwahlrecht attraktiv

Eltern aus Menden waren bei der kleinen Umfrage unserer Zeitung indes ähnlich hin- und hergerissen. „Natürlich“, so ein Vater, „hat Fröndenberg viel vorzuweisen. Aber ich denke, die Gesamtschule in Menden ist sicher nicht schlechter vom Angebot“. Das Zweitwahlrecht, das Mendener Eltern bei der Anmeldewelle im neuen Jahr eingeräumt wird (wir berichteten), werde man aber sicher in Anspruch nehmen, um gleich zwei Eisen im Feuer zu haben.

Dass die Mendener Gesamtschule zum neuen Schuljahr vierzügig an den Start geht, davon geht Fröndenbergs Schulleiter Klaus de Vries übrigens fest aus. „Das nimmt uns natürlich den Druck“, begrüßt er mit Blick auf den Anmeldekraftakt seiner Schule, die im vergangenen Schuljahr neunzügig starten musste, ausdrücklich eine Ansiedlung der Gesamtschule in Menden.

[Der Westen, vom 20.11.2011]
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