Aus dem Klassenzimmer ins eigene „Lädchen“

Heinz Fleck zeigte den Schülern gestern das kleine „Lädchen“ im Schmallenbach-Haus am Hirschberg.

Heinz Fleck zeigte den Schülern gestern das kleine „Lädchen“ im Schmallenbach-Haus am Hirschberg.

Kritisch lässt Tim Herrmann seinen Blick durch das kleine „Lädchen“ im Erdgeschoss des Schmallenbach-Hauses schweifen. „Das sieht ganz gut aus“, sagt er – und nickt zustimmend. Er ist einer von insgesamt 24 Gesamtschülern der Klasse 8.6., die dort demnächst regelmäßig im Einsatz sein werden. Denn die GSF plant, in dem Alten- und Pflegeheim am Hirschberg eine Schülerfirma zu gründen. Gestern fiel zunächst der Startschuss für das Unterrichtsprojekt.

Schülerfirmen gibt es in Deutschland viele. Doch ausgerechnet die GSF als eine der ersten Gesamtschulen des Landes hat bislang noch keine. „Wir hatten schon viele Ideen, die mussten wir aber aus organisatorischen Gründen zurückstellen“, sagt Lehrerin Frauke Friederichs, die in der Inklusionsklasse Arbeitslehre und Berufsorientierung unterrichtet. Als sich schließlich Heinz Fleck, der Geschäftsführer des Schmallenbach-Hauses, mit seiner Idee zur deutschlandweit ersten Schülerfirma in einem Altenheim meldete, rannte er in der GSF offene Türen ein.

Dabei läuft das „Lädchen“, wie das Mini-Geschäft im Schmallenbach-Haus liebevoll genannt wird, derzeit eigentlich gut. Haupt- und Ehrenamtliche schmeißen den Betrieb, in dem es Kleinigkeiten von Süßem über Geschenkartikel bis hin zu Pflegeprodukten gibt. „Wir arbeiten schon viele Jahre mit der Gesamtschule zusammen“, sagt Fleck. Viele Praktikanten sammelten erste Berufserfahrungen am Hirschberg, einige Projektwochen drehten sich um die Einrichtung. Und so kam ihm schließlich die Idee, im Schmallenbach-Haus die Theorie aus dem Arbeitslehreunterricht mit der Praxis in der freien Wirtschaft zu verbinden.

[Hellweger Anzeiger, vom 25.09.13]
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