Fröndenberger Pauker drücken selbst die Schulbank

Schon zum sechsten Mal findet in der Gesamtschule Fröndenberg (GSF) eine schulübergreifende Fortbildung statt, an der alle fünf Fröndenberger Schulen teilnehmen. Jeweils im Zweijahresrhythmus treffen sich dort die Lehrkräfte, um gemeinsam zu wichtigen Themen aus ihrer Unterrichtspraxis zu arbeiten und mithilfe von Workshops Tipps für ihren Schulalltag zu bekommen. In diesem Jahr ist das Oberthema „Schreiben in der Schule?“. Daraus sind zahlreiche Workshops mit unterschiedlichen, interessanten Themen für die Berufspraxis entstanden.
Wer kennt ihn nicht – den Stempel des Lehrers mit dem Hinweis, dass die Handschrift schöner sein könnte? Dass man daran nicht verzweifeln muss, sondern einfache Tricks dabei helfen, sich von seiner Krakelschrift zu trennen, vermittelt der Workshop „Probleme mit der Handschrift“.
In naturwissenschaftlichen Fächern spielt das Schreiben ebenfalls eine wichtigere Rolle, als man auf den ersten Blick glauben könnte. Lehrkräfte in den MINT-Fächern – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – müssen oftmals mit einem zweiten Bein als Deutschlehrer fungieren, um Schülern mit Problemen im Bereich Rechtschreibung oder Grammatik einen Zugang zu ihrem Fach zu ermöglichen.
Auch die aktuelle Flüchtlingsthematik findet sich im Fortbildungspaket wieder. Fragen, wie man fremdsprachige Kinder im Unterricht integrieren kann oder welche typischen Fehler aufgrund der Herkunftssprachen entstehen können, stehen hier im Vordergrund. So kann man die Äußerung „Isch bin Bahnhof“, die eigentlich „Ich gehe zum Bahnhof“ meint, aufgrund der grammatischen Strukturen in der Muttersprache von Schülern mit Migrationshintergrund ganz einfach erklären. Mit diesem Wissen ist es möglich, individuelle Lernstrategien zu entwickeln.
Monatelange Vorplanungen waren notwendig, um über ein Dutzend Workshops mit zwanzig Moderatorinnen und Moderatoren zu organisieren. Realisiert wurde die Fortbildung, an der mehr als zweihundert Lehrerinnen und Lehrer teilnehmen, von dem „Arbeitskreis Fröndenberger Schulen (AFS)“. Im AFS treffen sich regelmäßig neun Vertreterinnen der einzelnen Schulen, um einen dauerhaften Dialog zu unterstützen.

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