Gesamtschüler berühren Publikum mit toller Show

Kulturmix der Gesamtschule Fröndenberg: Akrobatik-Show "König der Löwen" Foto: WR

Kulturmix der Gesamtschule Fröndenberg: Akrobatik-Show “König der Löwen” Foto: WR

Die Veranstaltung musste verschoben werden – des Wetters wegen. Aber das Warten hat sich gelohnt. Das Publikum war hin und weg.
Kultur soll begeistern und staunen lassen, aber auch nachdenklich machen und neue Perspektiven aufzeigen. Genau das bot der Kulturmix am Freitagabend in der Gesamtschule.

Da kreisten zunächst zu mal verträumten, mal treibenden Klängen mit farbigem Licht illuminierte Hula-Hoop-Reifen durch die ansonsten völlig verdunkelte Schulaula und verschmolzen Licht und Klang zu einer verwunschenen Traumlandschaft. Erzeugt wurden diese atmosphärischen Illusionen von der GSF-Varieté-Gruppe „Magic motions.“ Und direkt im Anschluss bewies Leonie, Schülerin des Q1-Jahrgangs, viel Mut und stellte sich beim Poetry-Slam mit einem selbstverfassten Text vor das Publikum in der nahezu voll besetzten Aula. Denn nach der Begrüßung mit einem freundlich-schüchternen „’N Abend“ redete sie den Zuhörern gehörig ins Gewissen, forderte lautstarken und wortreichen Protest gegen alle Ungerechtigkeiten der Welt, gerade dann, wenn doch angeblich „Schweigen Gold ist.“ Und das mit kreativer Sprachgewalt: „Setzen wir das auf die Tagesordnung der Debatte des Totgeschwiegenen!“

Sportliche Höchstleistungen, immer wieder mit Szenenapplaus bedacht und gewürdigt, prägten einen Großteil des Programms. Dass auf den langen Turnmatten selbst in der Pause nach dem ersten Teil noch fleißig geübt wurde, hat sich jedenfalls gelohnt.

Immer wieder viel Applaus
Fauchende Löwen turnten akrobatisch zu der Musik des „König der Löwen“, die „Furious Five“ – sie standen interessanterweise zu siebt auf der Bühne – hielten sich mit ihrer Choreographie an aktuelle Dancemusic. Und die Seilspringer der „Magic motions“ – im Programm zeitgemäß angekündigt als Rope-skipping – zeigten, dass man auch zusätzlich noch Seilchen springen kann während man schon Seilchen springt. Des Weiteren wurden auch Tanzeinlagen mit oder auf Kugeln und Bällen, auf dem Hocheinrad, teilweise bunt leuchtend, dann wieder im Schwarzlicht mit viel Applaus bedacht. Und spätestens, als am Schluss dann alle Akteure noch einmal einzeln auf die Bühne gerufen wurden, zeigte der riesige Schülerpulk – wenn auch einige mehrfach ihren Auftritt hatten – den ganzen kreativ-kulturellen Output der GSF. Die Gruppe „Darstellen und gestalten“ des 10. Jahrgangs nahm sich noch den oben angesprochenen Aspekt „neue Perspektiven durch Kunst“ vor und interpretierte auf eigene Weise Franz Kafkas kleinen Prosatext „Gib’s auf“. In gleicher kreativer Art hatte der Literaturkurs sich den Fauststoff zu eigen gemacht und führte durch das bunte Kulturmix-Programm anhand des Teufelspaktes mit Mephistopheles. Das Gute, sprich die Kunst, siegte am Ende natürlich.

Eigentlich sollte der Kulturmix bereits im Januar über die Bühne gehen. Doch der dafür ursprünglich vorgesehene Termin war vorsichtshalber wegen angekündigter Wetterkapriolen abgesagt worden.

Alexander Lück

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