Von Mini-Forschern und Laborassistenten

Forschertage an der Gesamtschule unter dem Motto „Feuer und Flamme“

Fröndenberg. Wenn es knallt und eine große Stichflamme in die Höhe schnellt, finden sie es besonders aufregend. Die Drittklässler, für die die Gesamtschule aktuell die Forschertage auf die Beine stellt, sind begeistert von ihrem zweitägigen Ausflug an die große Schule.

Damit die Experimente mit „Feuer und Flamme“, wie das Motto der Forschertage 2016 lautet, nicht außer Kontrolle geraten, haben rund 80 Laborassistenten die Verantwortung übernommen. „Es soll ja nicht hinterher heißen: Hurra, hurra, die Schule brennt“, sagt Jutta Homberg. Die Lehrerin hatte vor elf Jahren die Idee zu den Forschertagen und bereitet das Projekt jedes Jahr mit acht weiteren Kollegen zusammen vor.

Am Ende bekommen sowohl die Gäste eine Forscher-Urkunde auf Zeugnispapier als auch die Jugendlichen eine Urkunde über ihren verantwortungsvollen Einsatz als Hilfslehrer. Hinter diesen Laborassistenten stecken die künftigen Elftklässler, die in die Rolle der Lehrer auf Zeit schlüpfen und in den Laboren den Ton angeben. Einer von ihnen ist Paul Besong. Der 15-Jährige kann sich noch daran erinnern, als er als Drittklässler an den Forschertagen die Labore der GSF erkundete. „Und jetzt bin ich selbst einer der Laborassistenten“, kann er nicht so recht glauben, wie die Zeit verflogen ist.

An acht Lernstationen pro Klassenraum dürfen sich die Jungen und Mädchen der drei Fröndenberger Grundschulen und der Sodenkampschule bei kleinen Experimenten mit Feuer austoben. Dabei verhalten sie sich dann doch disziplinierter als so mancher Verantwortlicher vermutet hätte. „Sie hören richtig gut auf mich. Vor allem hätte ich vorher gedacht, dass sie sich irgendwann langweilen. Aber das ist gar nicht der Fall“, zeigt sich Janina Dreber überrascht von dem großen Interesse der Grundschüler.

Damit die Zusammenarbeit von Groß und Klein, das Prinzip Schüler unterrichtet Schüler, auch reibungslos klappt und alle davon profitieren, haben die Lehrer die 15- und 16-Jährigen gut vorbereitet. „Sie müssen klare Sicherheitsregeln beachten, die volle Verantwortung übernehmen und mit den Jüngeren interagieren“, umschreibt Jutta Homberg die Herausforderung, vor der die Jugendlichen stehen.

Die Gastschüler wiederum kennen solche Besuche bereits aus der anderen Perspektive. „Wir haben an den Grundschulen ja oft die Vorschulkinder aus den Kindergärten zu Gast. Jetzt erleben sie das mal von der anderen Seite“, ist Silke Wendorf von der Overbergschule begeistert von dem schulübergreifenden Projekt.

 

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