Tage der Erneuerbaren Energie – ein Exkursionsbericht

Auch wenn das Thema, das am Freitag in Fröndenberg auf dem Lehrplan stand, anderes vermuten ließ: Angst um nasse Schuhe mussten die Jugendlichen bei der Besichtigung des hiesigen Wasserkraftwerks nicht haben. Bernd Heitmann, Geschäftsführer der Stadtwerke, führte die Schüler der Gesamtschule Fröndenberg durch die Anlage. Heitmann erklärte den Achtklässlern dabei ausführlich, wie ein Wasserkraftwerk genau funktioniert: „Wasserkraft ist eine der ältesten und bewährtesten regenerativen Energien, wenn man so möchte. Und für Kinder ist es natürlich immer wieder spannend zu sehen, dass man mit Wasser noch viel mehr machen kann, als es zu trinken oder darin zu schwimmen“. Frau Roß und Herr Oelgeklaus hoben den Lerneffekt vor Ort hervor: „Solche Aktionen veranschaulichen den Unterricht natürlich ideal. Hier lernen die Schüler, wie Energiewende in der Praxis funktioniert und sie bekommen einen Eindruck davon, was wir für den Klimaschutz und gegen den Klimawandel tun können.“

Die jährlich stattfindenden Tage der Erneuerbaren Energien sind eine deutschlandweite Initiative, die zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl die verschiedenen Nutzungsarten einer nachhaltigen Energiewirtschaft präsentiert. Bundesweit organisieren verschiedene Verbände und Organisationen Veranstaltungen und Unternehmen der Branche öffnen Ihre Türen.

Über ein Dutzend Unternehmen der Branche haben rund 400 Schüler zu 17 Projekten eingeladen. Aktionstage erinnern an die Katastrophe von Tschernobyl und zeigen, wie nachhaltige Energiewirtschaft zum Klimaschutz beiträgt.

Für rund 400 Nachwuchs-Klimaschützer hieß es bei den Tagen der Erneuerbaren Energien: raus aus dem Unterricht und rein in die Welt der Energiewende. Vom 19. bis zum 27. April waren NRW’s Schülerinnen und Schüler dazu aufgerufen, an verschiedenen Energiewende-Projekten im ganzen Land teilzunehmen. Über ein Dutzend Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche in NRW zeigten Kindern und Jugendlichen vor Ort und in Schulen, wie Energie mit Hilfe von Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewonnen wird. Die Aktionstage, organisiert vom Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW), finden rund um den Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl vom 26. April 1986 statt. Sie sollen deutlich machen, wie wichtig und drängend der konsequente Umstieg auf eine sichere und klimaschonende Energieversorgung ist.
Für Reiner Priggen, Vorsitzender des LEE NRW, ist die Sensibilisierung von jungen Menschen ein wichtiges Anliegen: „Klimaschutz passiert nicht von allein – und schon gar nicht von heute auf morgen. Alle müssen sich aktiv daran beteiligen. Die Tage der Erneuerbaren Energien helfen, diese Denkweise schon bei den Jüngsten zu verankern. Nur wenn sie mit der Selbstverständlichkeit aufwachsen, dass Klimaschutz ein Muss ist, kann die Energiewende ein Erfolg werden.“
Wasserkraft im Sauerland

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