Ein Start im Spagat zwischen Ankommen und Aufholen

Mit Schulmail vom 30.6.2021 hat das MSB Vorgaben für das nächste Schuljahr veröffentlicht:

„Wir starten in das neue Schuljahr grundsätzlich so, wie wir das laufende Schuljahr am kommenden Freitag beenden werden.

Konkret bedeutet dies:

  1. Alle Schülerinnen und Schüler nehmen am Präsenzunterricht teil. Der Unterricht wird in allen Fächern nach Stundentafel in vollem Umfang erteilt.
  2. Die gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, dem Gesundheitsministerium und der Unfallkasse NRW erarbeiteten Vorgaben für die Hygiene und den Infektionsschutz gelten fort. Sie haben sich bewährt und bieten einen zusätzlichen Schutz für alle am Schulleben Beteiligten.
  3. Die Testungen zweimal pro Woche werden fortgesetzt. Personen mit nachgewiesen vollständigem Impfschutz müssen nicht getestet werden. In den Grundschulen und Förderschulen sowie weiteren Schulen mit Primarstufe kommen wie bisher die PCR-basierten Lolli-Tests zum Einsatz, in den weiterführenden Schulen die Antigen-Selbsttests.
  4. Auch im neuen Schuljahr gilt zunächst die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im Innenbereich der Schulen, nicht dagegen im Freien. Die Notwendigkeit dieser Maskenpflicht wird aber nach den Sommerferien vom ersten Tag an im Lichte des Infektionsgeschehens und danach weiterhin regelmäßig überprüft.
  5. Veranstaltungen zur Einschulung oder Aufnahme in die weiterführende Schule sind möglich. Es gelten die gegenwärtig für Abschlussveranstaltungen und Zeugnisübergaben geltenden Regeln entsprechend.

Als rechtliches Fundament für diese grundsätzlichen Regelungen wird die Corona-Betreuungsverordnung rechtzeitig zum Schuljahresbeginn die erforderlichen Vorgaben enthalten.“

Die Wunderlösung wird gesucht

Die vom Ministerium ausgegebene Zielsetzung „Ankommen und Aufholen nach Corona“ für die Zeit bis Ende August weckt Erwartungen. In der Phase des „Ankommens“ bedarf es laut MSB dreierlei: „Der emotionalen und psychosozialen Unterstützung der einzelnen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, der Förderung des sozialen Miteinanders sowie der Entwicklung der Lernfreude.“ Konkret schlägt das Ministerium vor, bis Ende August auf Leistungsüberprüfungen zu verzichten.  Es stellt allerdings eine durchaus übliche Praxis an Schulen dar, zunächst den Stoff für Überprüfungen im Unterricht zu erarbeiten. Leider werden die nach den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen vorgeschriebenen Mindestzahlen von Klassenarbeiten und Klausuren nicht reduziert, so dass ein zeitlicher Druck bleibt. Zudem seien die ersten Wochen aber auch dafür zu nutzen, die Diagnose von Lernständen vorzubereiten und durchzuführen. Hier wird die legendäre „eierlegende Wollmilchsau“ gesucht, eine Problemlösung, die nur Vorteile hat, alle Bedürfnisse befriedigt und allen Ansprüchen genügt.

GSF -gut gerüstet

Gut, dass wir an der GSF schon die letzten Schulwochen des abgelaufen Schuljahres  in Klassenprojekttagen im Sinne der angegebenen Zielsetzung genutzt haben. Das Kollegium wird sich zudem an mehreren Tagen vor Schulbeginn auf angemessene Lösungen für ein neues anspruchsvolles Schuljahr vorbereiten. Hoffen wir, dass es beim regelmäßigen Präsenzunterricht bleiben kann.

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