Grundsätzliches

Die Erkenntnisse der Hirnforschung der letzten Jahre machen deutlich, dass nachhaltiges Lernen nur in der aktiven Auseinandersetzung mit dem Lernstoff erfolgen kann. Lernen in der unterrichtlichen Gemeinschaft ist nur dann erfolgreich, wenn die Rechte und Pflichten aller am Unterricht Beteiligten gegenseitig respektiert werden. Das Trainingsraum-Konzept bietet eine Möglichkeit, die Einsicht der Schüler/Schülerinnen – besonders auch der im Unterricht störenden – in die Rahmenbedingungen ihres Lernens zu fördern und zudem den Lernwilligen eine angemessene Arbeitsatmosphäre zu verschaffen.

Ziele des Trainingsraum-Programms

  • Das erste und wesentlichste Ziel des Programms besteht darin, die lernbereiten Schüler/innen zu schützen und ihnen entspannten, ungestörten und qualitativ guten Unterricht anzubieten.
  • Das zweite Ziel des Programms besteht darin, häufig störenden Schüler/innen Hilfen anzubieten, die darauf ausgerichtet sind, dass sie ihr Sozialverhalten verbessern und die notwendigen sozialen Schlüsselqualifikationen erwerben.

Der Ursprung des Trainingsraumprogramms liegt in Phoenix, Arizona. Dort wurde es zuerst 1994 von dem Sozialarbeiter Edward E. Ford auf der Basis der Wahrnehmungskontrolltheorie von William T. Powers eingeführt. Mittlerweile erfreut es sich wachsender Beliebtheit. Die Anwendung des Programms führt für alle Beteiligten (Schüler, Lehrer und Schulleitung) dazu, dass sie neue Möglichkeiten und Freiräume gewinnen. Die lernbereiten Schüler/innen können ungestörter lernen, die Lehrer/innen können ungestörter und gelassener unterrichten und die häufig störenden Schüler/innen erhalten pädagogisch sinnvolle Unterstützungen.

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