I  Pädagogische Zielsetzungen

1 Leitbild der Schule

1.1 Die Gesamtschule Fröndenberg – Schule des gemeinsamen Lernens

Unser Leitbild ist in einem Lernprozess für alle Beteiligten entstanden. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern sind dabei über ihre individuelle Sicht auf Schule hinausgegangen und haben ein gemeinsames Verständnis entwickelt. Die Leitsätze entwickeln daraus ihre Verbindlichkeit für das Handeln in der Schule, ohne dabei ihre Entwicklungsfähigkeit zu verlieren. Sie sind Anspruch und Auftrag zugleich.

Grundlage für unsere Leitsätze ist die Anerkennung der Einzigartigkeit des Kindes und seines Anspruches auf Förderung mit dem Ziel einer selbstbestimmten Lebensgestaltung in gesellschaftlicher Verantwortung.
Wir Lehrerinnen und Lehrer sind uns dabei unseres besonderen Einflusses auf die Lernleistungen und die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler bewusst.

In gemeinsamer Verantwortung von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sind wir bereit, für unsere Schule Entscheidungen zu treffen und neue Wege zu beschreiten.

1.2 Unsere Leitsätze:

Wir sind eine Schule, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Vielfalt in Begabung, Neigung und Herkunft wahrnimmt und fördert. 

Jedes Kind ist einzigartig. Wir legen Wert darauf, die Kinder mit ihren individuellen Begabungen und Beeinträchtigungen in unsere Schulgemeinschaft zu integrieren und in ihrem Lernen optimal zu begleiten. Dazu bieten wir eine Vielfalt an Lernangeboten und schaffen gleichzeitig Verbindlichkeit. Mit flexiblen Schullaufbahnen eröffnen wir Wege zu allen allgemeinen Schulabschlüssen und darüber hinaus zu Studium und Beruf. Beratung und Begleitung durch Lehrerinnen und Lehrer und Fachkräfte der Schulsozialarbeit bieten Schülerinnen und Schülern und Eltern Unterstützung.

Wir sind eine Schule, die als Zentrum der Schullandschaft fest in die Gemeinde Fröndenberg integriert ist. 

Als einzige weiterführende Schule der Stadt sind wir uns der besonderen Verantwortung für Fröndenberg bewusst. In enger Zusammenarbeit mit den Grundschulen gestalten wir einen fließenden Übergang. Gemeinsam mit vielfältigen Kooperationspartnern bereiten wir die Schülerinnen und Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben in sozialer Verantwortung vor.

Wir sind eine Schule, die als Ganztagsschule vom Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, der Schülerinnen und Schüler und der Eltern lebt. 

Leben in Demokratie und Toleranz sind die Grundlagen unseres Handelns. Kommunikation und Kooperation aller Mitwirkungsorgane bilden die Basis unserer gemeinsamen Verantwortung für unser Schulleben. Wir schaffen damit die Voraussetzungen für eine Identifikation mit der Schule, aus der besonderes Engagement erwächst.

Wir sind eine Schule, die über ein hohes Maß an Erfahrung und Kompetenz verfügt und diese stetig weiterentwickelt. 

Die Gesamtschule Fröndenberg kann auf die Erfahrung als eine der ersten Gesamt-schulen in NRW aufbauen. Unsere pädagogische und fachliche Kompetenz wird systematisch weiterentwickelt, um positiv auf die Lernleistungen aller Schülerinnen und Schüler einzuwirken. Lehrerinnen und Lehrer arbeiten dazu in Teams zusammen und bilden sich kontinuierlich fort.

2. Qualitätsentwicklung

2.1 Leitziele und Entwicklungsvorhaben

Der Referenzrahmen Schulqualität NRW bietet einen Orientierungsrahmen dafür, was wir gemeinsam unter guter Schule und gutem Unterricht verstehen. Die Gesamtschule Fröndenberg stellt sich in schulinternen und externen Evaluationsverfahren den Qualitätskriterien des Referenzrahmens und leitet daraus Entwicklungsvorhaben ab.

2.2 Evaluationsverfahren

Nach der Qualitätsanalyse im Jahre 2006 hat sich die Gesamtschule Fröndenberg in den Jahren 2010 und 2013 in einer SEIS-Befragung der Stärken und Schwächen der Schule vergewissert.

Im Schuljahr 2014 wurde die Schule mit Qualitätssiegel Schule-Beruf rezertifiziert.
Lernstandserhebungen, Zentrale Prüfungen und das Zentralabitur werden zur Evaluation regelmäßig ausgewertet.

2.3 Unsere Entwicklungsvorhaben in den nächsten fünf Jahren:

Wir entwickeln Unterricht

  • im Hinblick auf überfachliche Kompetenzen durch Stärkung fächerübergreifender Unterrichtsvorhaben und Projektarbeit
  • im Hinblick auf Lern- und Methodenkompetenz durch Portfolios, Selbst- und Fremdeinschätzung sowie kooperative Lernformen
  • durch die Einrichtung einer Projektgruppe, deren Aufgabe es ist, Kompetenzorientierung fach- und jahrgangsübergreifend zu steuern

Wir gestalten eine Lernumgebung, die selbstbestimmtes und selbstgesteuertes Lernen in einer vertrauensvollen Atmosphäre ermöglicht durch

  • Festlegung von Ausstattungsmerkmalen für Unterrichtsräume
  • Fortbildungen zum Thema Classroom Management
  • Festlegung der Ziele des Ganztages
  • Überdenken von Stunden- und Zeitraster
  • Vereinbarung von Schwerpunkten und Verfahren eines wechselseitigen Feedbacks
  • Stärkung des Lions Quest – Programms „Erwachsen werden“.

Wir stützen unser Beratungskonzept durch

  • Erhöhung der Transparenz des Beratungsangebotes
  • Stärkung der Beratungskompetenz der Klassenleitungen in Hinblick auf Studien- und Berufswahlorientierung
  • Ausbau der Gesprächskompetenz von Lehrerinnen und Lehrern und Systematisierung der Rückmeldung.

Wir professionalisieren die innerschulische Kommunikation durch

  • Optimierung der Informationswege, um Transparenz für alle beteiligten Gruppen zu schaffen
  • Aufwertung der Hausmitteilungen für das Kollegium durch die Vermittlung der wichtigsten Themen der Schulgemeinschaft
  • Erweiterung eines Infosystems für Eltern und Schülerinnen und Schüler
  • Strukturierung der Zusammenarbeit von Schulleitung und Lehrerrat
  • regelmäßige Durchführung von Mitarbeitergesprächen.

Wir entwickeln unsere fachliche und pädagogische Kompetenz fortlaufend weiter durch

  • eine an den Entwicklungsvorhaben orientierte Fortbildungsplanung
  • regelmäßigen Erfahrungsaustausch aus Fortbildungen
  • Vereinbarung von Evaluationsvorhaben.

II  Aktuelle Schulstruktur- und Organisationsmerkmale

1 Zeitkonzept

Der Ganztagsbetrieb besteht ab dem Schuljahr 2017/18 in einer gebundenen Organisationsform in einem zeitlichen Rahmen zwischen 7.50 und 16.05 Uhr. In der Sekundarstufe I ist eine Begrenzung auf 15.00 Uhr die Regel.

Eine Vormittagspause von 25 Minuten und eine einstündige Mittagspause unterbrechen den Ganztag. In der Mittagspause können Offene Angebote und ein Mensaessen wahrgenommen werden.

Unterricht und Arbeitsgemeinschaften finden in 60-Minutenblöcken statt.
Die Studien- und Berufskoordinatoren bieten in der Mittagspause eine Schülerberatung im Berufsorientierungsbüro an.

Ein Medienzentrum steht als Lernstudio während der Unterrichtszeiten für individualisierte Lernverfahren offen. Zur Förderung der Fächer Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen stehen ab der Mittagspause und am Freitagnachmittag weitere Lernräume zur Verfügung.

2 Raumbestand

Das zentrale Forum

Insbesondere das großzügig angelegte zentrale Forum, um das herum breite Aufgänge mit zahlreichen Nischen zu den oberen Stockwerken führen, wirkt einladend und ist für die schulische Arbeit funktional: Dieser weiträumige Bereich gewährleistet zum einen den schnellen und reibungslosen Durchgang großer Schülerzahlen, zum anderen liegt hier ein Medienzentrum mit einem umfangreichen Bücherbestand, das mit seinen nach oben offenen Stellwänden ein zentrales Element in der Schule bildet. Hinzu kommen die zahlreichen in den Randbereichen des Forums und in den Nischen aufgestellten Arbeitstische und Bänke, die von vielen Schülerinnen und Schülern in den Pausen sowie von einzelnen und Arbeitsgruppen in Freistunden und Unterrichtsphasen, z.B. für Gruppenarbeit, genutzt werden können.

Untergeschoss

Im Untergeschoss des Hauptgebäudes befinden sich Fachräume für Kunst, Technik, Hauswirtschaft Musik und Naturwissenschaften, sowie eine Teestube mit angrenzenden Beratungsbüros der Sozialpädagogen.

Medien

Die mediale Ausstattung ist zeitgemäß. Das ganze Gebäude ist mit wlan ausgestattet. Es stehen Computerräume und mobile Notebookwagen zur Verfügung. Viele Räume verfügen über elektronische Tafeln mit Projektionsfunktion.

Toiletten

Unter dem Anbau befindet sich eine hervorragend ausgestattete Toilettenanlage, die mit Hilfe von Eltern errichtet wurde. Sie wird von einer Aufsicht gepflegt und überwacht.

Sporthalle

Unmittelbar an den Mensabereich schließt eine große Sporthalle an, die mit einer ausziehbaren Tribüne ausgestattet und dreifach teilbar ist. Diese Halle sowie zwei zusätzliche kleinere Nebenhallen werden regelmäßig von Sportvereinen genutzt. Des Weiteren steht der Schule ein großer Platz mit Tartanboden auf dem Schulgelände zur Verfügung und in 1,5 Kilometern Entfernung liegt ein Aschenplatz, der mit genutzt werden kann. Ein Freibad befindet sich in erreichbarer Nähe.

Außenanlage

Die großzügige, offen gestaltete Außenanlage bietet mit unterschiedlichen Schulhofbereichen (Spielbereiche, Spielgeräte, Schulgarten, Mofa-Führerscheingelände, neu errichtetes Atrium/Amphitheater) mit zahlreichen Ausstattungen, die in Projektwochen erstellt wurden, adäquate Möglichkeiten für die unterschiedlichen Altersgruppen. Ein MINT-Forscher-Park ist im Aufbau.

Räume des Personals

Das Kollegium teilt sich auf drei Abteilungslehrerzimmer mit Besprechungsbereichen und Lehrerarbeitsplätzen (Schreibtische und Schränke) auf. Die Klassenleitungen sind hier jahrgangsweise zusammengefasst.

Die Verwaltung und die Abteilungsbüros sind bis auf das Büro der Didaktischen Leitung in einem Flur des Hauptgebäudes zusammengefasst.

Ein Berufsorientierungsbüro befindet sich in Zentrumsnähe.

Anbindung an die Infrastruktur

Die Gesamtschule und die benachbarten Grundschulen werden durch den öffentlichen Nahverkehr direkt angefahren. Zu Schulbeginn und zum planmäßigen Schulende gibt es einen verstärkten Buseinsatz vom eigenen Busbahnhof aus.

III Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit

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