Langwierige Bauphase an der Gesamtschule Fröndenberg sorgt für Überraschung

Phase Null

Das Architekturbüro Klein & Neubürger hat die Planung für die GSF abgeschlossen. Nach der öffentlichen Präsentation enttäuschte der Zeitrahmen von rund zehn Jahren bis zur Fertigstellung.

Bisher liefen die Arbeiten an der Gesamtschule in Fröndenberg weitestgehend reibungslos. Eines der vier geplanten Jahrgangscluster ist fertig, ein weiteres befindet sich im Bau, der vierte Jahrgangsstufenbereich soll im Jahr 2021 fertig sein. Anschließend folgen die Bereiche für Q1 und Q2, die 2023 abgeschlossen sein sollen, wie der Erste Beigeordnete der Stadt, Heinz-Günter Freck, am Dienstag im Schulausschuss mitteilte.

Deutlich überraschte Gesichter im Schulausschuss

Doch damit sind die Bauarbeiten noch lange nicht beendet. Wünschten sich doch Politik und Verwaltung, Schüler und Lehrer eine Phase Null für die Gesamtschule, deren Ergebnisse erst nach den großen Umbauten in Angriff genommen werden können. Der Ausblick Frecks, dass die Ergebnisse der Phase Null erst ab 2024 und bis 2027 umgesetzt werden, sorgte für einige deutlich überraschte Gesichter bei der Politik.

Umsetzung der Phase Null kann nicht parallel laufen

Denn die Politiker waren offenbar davon ausgegangen, dass zumindest ein Teil der Arbeiten parallel zum laufenden Umbau erledigt werden kann. Doch das sei bei der Größe der anstehenden Aufgaben einfach nicht möglich. Wollte man alles auf einmal umsetzen, müsste die Schule leergezogen werden, erklärte die Stadtarchitektin Sabine Bensman-Wagner, die für den Bau der Cluster federführend verantwortlich ist. Den Schulbetrieb vollständig auszulagern, habe zu keinem Zeitpunkt zur Debatte gestanden.

Kommunikation der langen Bauphase ist wichtige Aufgabe

Wer schicke denn seine Kinder auf eine Schule, die in den nächsten zehn Jahren Baustelle ist, fragte etwa Lars Kern von der SPD in die Runde. Es müsse gut kommuniziert werden, dass die Arbeiten das Lernklima nicht beeinträchtigen und dass zukunftsweisend in die Schule investiert werden muss und wird, sagte Schalleiter Klaus de Vries. Gleichzeitig räumte er allerdings ein, dass das eine schwere Aufgabe sei.

Inhaltlich hat sich die Phase Null auf die Bereiche der Schule konzentriert, die innerhalb des Komplexes räumlich neu angeordnet werden können. Aula, Sporthallen und das Außengelände bleiben von der Planung zunächst unberührt.

Neues Polster für die Aula kommt in diesem Jahr

Gerade in der Aula, in diesem Punkt war sich die Politik fraktionsübergreifend einig, sollte aber etwas passieren. Gehöre sie doch zu den größten Veranstaltungsräumen der Stadt und werde nicht nur von Schülern genutzt. Aktuell seien „Kirchenbänke bequemer“ als die Bestuhlung in der Aula, sagte Barbara Streich von den Grünen. Das werde sich bald ändern, versprach Sabine Bensman-Wagner. Denn eine neue Polsterung ist für dieses Jahr geplant.

 

(Hellweger Anzeiger, vom 10.04.2019)

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