Lichtkuppeln heizen die Gesamtschule auf – Sanierungsplan soll andere Prioritäten bekommen

Für die Sanierung der Gesamtschule Fröndenberg hat Stadtarchitektin Sabine Bensmann-Wagner einen detaillierten Zeitplan für die einzelnen Bauabschnitte erarbeitet. In den Augen von Schulleiter Klaus de Vries müssen aber andere Prioritäten gesetzt werden, dabei gehe es vor allem darum, möglichst zügig ein attraktives Erscheinungsbild des GSF zu erreichen.

Zentrum, Ganztag und Bibliothek sollen früher umgebaut werden

Die Ganztagsbereiche der Schule, in denen sich die Schüler in Freistunden oder Lernzeiten aufhalten, sollen laut Zeitkonzept erst ab 2022 umgebaut werden. Hierzu gehören das Zentrum, der Ganztag mit Teestube, die Bibliothek und Musikräume. Klaus de Vries drang im Schulausschuss darauf, diese Umbaumaßnahmen unbedingt vorzuziehen. Die Gemeinschaftseinrichtungen sind so etwas wie das Aushängeschild der Gesamtschule, die bei Besichtigungen als Erste auffallen und auch bei der Schulwahl eine Rolle spielen. „Wir müssen attraktiv für die Schülerinnen und Schüler sein“, so der Gesamtschulleiter. Die zurückgehenden Anmeldezahlen hätten kürzlich bereits belegt, dass sich die GSF in einer „massiv veränderten Situation“ wiederfinde: Es wechseln nicht mehr wie vor Jahren noch rund 70 Prozent aller Fröndenberger Grundschulkinder an die GSF. Fröndenberg müsse daher dafür arbeiten, den Kindern eine bessere Ausstattung als an den umliegenden Schulen zu bieten.

»Die Kinder müssen sagen können: Das ist die Schule, die eine bessere Ausstattung hat als die umliegenden Schulen.« Schulleiter Klaus de Vries

Schulorganisatorisch sei ein veränderter Umbauplan machbar, die anderen Baumaßnahmen, die erst 2027 abgeschlossen sein sollen, würden nicht in Mitleidenschaft gezogen. De Vries: „Es würde auch den Schulbetrieb nicht stören.“ Weitere Punkte müssten im Zeitablauf optimiert werden: Dringend müsse der Fachplaner für den naturwissenschaftlichen Trakt schon nächstes Jahr und nicht erst 2022 beauftragt werden. Und: In sämtliche Räume strahlt die Hitze ab, die durch die Lichtkuppeln in das Gebäude gelangt. Auch ihren ohnhehin geplanten Umbau solle man vorziehen. Dies habe auch energetisch große Vorteile.

Beigeordneter zieht die Vorlage bis zur nächsten Sitzung zurück

Beigeordneter Heinz-Günter Freck kommentierte den Einspruch angesäuert. Er sei „erstaunt über diese Änderungsliste“, er sei bislang von einem Einvernehmen ausgegangen. Im Übrigen sei auch die Stadtverwaltung „an einer attraktiven Schule interessiert“, betonte Freck. Der zog die Beschlussvorlage zurück und will der nächsten Sitzung im September ein neues Papier zur Entscheidung vorlegen.

(Hellweger Anzeiger, 28.06.2019)

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