Maskenpflicht im Unterricht: Schülerinnen und Schüler der GSF teilen ihre Erfahrungen

Der Oberstufenkurs im Fach Sozialwissenschaften hat gerade Unterricht bei Schulleiter Klaus de Vries höchstpersönlich. Es geht um Medienberichterstattung, Zeitungen, unabhängige Presse. Wie informiere ich mich, was sind sichere Quellen? Diese Fragen werden für die Schülerinnen und Schüler mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen wichtig. Sie spielen aber auch bei unserer täglichen Informationsbeschaffung über das Coronavirus eine bedeutende Rolle.

Auch wenn das sogar bei einigen Eltern nicht der Fall sei, wie Schulleiter Klaus der Vries berichtet – seine Schülerinnen und Schüler machen einen informierten Eindruck, wissen genau, warum sie jetzt Maske tragen. Sie zeigen Verständnis und schätzen unterm Strich die Vorzüge des Präsenzunterrichts vor Ort

Schonfrist zum Start

Als die Maske in der vergangenen Woche eingeführt wurde, hatten die Jugendlichen noch eine kleine Schonfrist, wie Schüler Justin Büddig erzählt. „Erst wurde Organisatorisches besprochen, wir hatten nur kurz Schule, noch keinen Nachmittagsunterricht.“ Mit der Hitze seien die ersten Masken-Tage dann anstrengend gewesen, aber man könne sich daran gewöhnen.

Von einer großen Umgewöhnung spricht auch Schülerin Sina Schmidt. Nachdem die Maske zuvor lediglich kurze Zeit im Supermarkt oder anderen Geschäften getragen wurde, steht nun ein stundenlanger Schultag an – bei dem Schülerinnen und Schüler im Idealfall nur außerhalb der Schulgeländes unbedeckt Luft schnappen sollten. „Man hatte die Maske vorher nie so lange am Stück auf.“

Ihre Mitschülerin Hannah Lessow betont, wie wichtig die Maske ihrer Ansicht nach auch zum Schutz anderer ist. Es sei zudem „viel schwieriger, wenn man sich alles selbst beibringen muss“, sagt die Oberstufenschülerin über den Unterricht auf Distanz, den die Jugendlichen nun fürs Erste hinter sich haben.

Eine etwas andere Erfahrung hat Phil Schotenröhr gemacht: Für ihn selbst war das Lernen zuhause relativ effektiv, er kann sich aber auch gut vorstellen, dass das nicht jeder so empfindet.

Noch neu für die Schülerinnen und Schüler ist aber nicht nur das Maske-Tragen. „Jeder Schüler hat in jedem Kurs seinen festen Sitzplatz“, erklärt Eyleen See. Jetzt können die Schulen im Falle eines Falles genau nachvollziehen, wer neben wem gesessen und mit wem Kontakt hatte.

Keine Regel der Schule, sondern Vorgabe der Politik

Das, was der Oberstufenkurs bereits gut fassen kann, sei jüngeren Schülerinnen und Schülern wahrscheinlich schwieriger zu vermitteln, vermuten die Jugendlichen. Einige haben gar Corona-Leugner im Freundes- oder Bekanntenkreis, mit denen sie sich nach der Schule auseinandersetzen müssen.

Dass einige Eltern kein Verständnis für die Maskenpflicht haben, und ihrem Ärger bei der Schulleitung Luft machen, können die Jugendlichen nicht verstehen. Schließlich sei die Maskenpflicht im Unterricht ja keine Vorgabe der Schule, sondern eine Vorgabe der Landespolitik.

Schulleiter Klaus de Vries gab seinem Kurs zum Schluss mit auf den Weg, dass Abstands- und Hygieneregeln auch außerhalb der Schule sinnvoll seien.

(Hellweger Anzeiger, vom 21.08.20)

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