Projektbeschreibung

In einer Schülerfirma organisieren sich die Schülerinnen und Schüler nach dem Vorbild betrieblicher Strukturen in der „richtigen“ Wirtschaft, sie entscheiden untereinander, wer welchen Posten in der Firma übernimmt und verteilen Aufgaben. Sie planen, produzieren und verkaufen Waren oder bieten Dienstleistungen an.
Somit erfahren sie wirtschaftliche Zusammenhänge durch unternehmerisches Handeln, sie erwerben persönliche und soziale Kompetenzen durch die Entwicklung von Produktideen, Teamarbeit, Treffen von Entscheidungen und Lösen von Konflikten. Sie entwickeln durch ihre Arbeit in der Schülerfirma wichtige Schlüsselqualifikationen für Schule, Alltag, Berufswahl und Beruf.
Neben der Vermittlung von wirtschaftlichem Wissen und betrieblichen Abläufen soll hier den Lernenden die Möglichkeit eröffnet werden, Zusammenhänge durch Praxis selbst zu erfahren, zu erlernen und zu bewerten. Aufgrund dieser Überlegung erfolgt im Unterricht zunächst jeweils eine Theorie-Einheit mit Bezug zu einem Beispiel aus der Praxis, die durch die anschließende Umsetzung einer Projektidee in die Praxis unterstützt wird.
In der theoretischen Einführung befasst sich die FIRMA zunächst mit den betriebliche Grundfunktionen, dem Aufbau einer Firma und der Fragestellung: Was ist eine Schülerfirma? Welche Aufgaben/ Abteilungen hat eine Schülerfirma?
Am Beispiel „Kaffeeverkauf in der Schule“ nehmen die Schülerinnen und Schüler nach Unterscheidung von fixen und variablen Kosten eine einfache Gewinnberechnung vor.
Als Namen für diese Schülerfirma entscheidet sich der Kurs für „Die FIRMA“.
Dann erstellen die Kursteilnehmer für ein Projekt das Firmenorganigramm ihrer Firma. Hier werden die Abteilungen, ihre Aufgaben und die jeweiligen Mitarbeiter benannt. Zuvor wurden auf Karteikarten die persönlichen Stärken benannt, um die Zuordnung zu den Abteilungen Geschäftsführung, Einkauf, Verkauf, Produktion, Werbung und Finanzen zu erleichtern. Auf Beschluss des Kurses wechselt vor allem das Team „Geschäftsführung“ nach jedem Projekt, um jedem diese Arbeit zu ermöglichen.
Die Schüler fassten den Beschluss, dass die Einnahmen wie folgt verwendet werden: Gemeinsames Abschlussessen am Ende von Jahrgang 10, Anschaffung/Spende für die Schule, Spende für einen wohltätigen Zweck.
Hier wird deutlich, dass die Ziele der Schülerfirma nicht primär im Bereich der Gewinnerwirtschaftung liegen. Praxisorientierung, Kostendeckung bei Verkäufen und das Gefühl, etwas Gutes für die Schulgemeinde zu tun, stehen im Vordergrund.

Details

  • Sekundarstufe I
  • Jahrgänge 9 & 10
  • Schülerfirma
  • Arbeitslehre – Wirtschaft
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