Bus-Chaos soll erträglicher werden

Fröndenberg. Schüler und Eltern werden in der Ruhrstadt auch weiterhin mit langen Wartezeiten und überfüllten Bussen leben müssen – aus Kostengründen.

Allerdings wollen Stadt, Kreis und BRS das Chaos im Busverkehr reduzieren und für alle erträglicher machen. Nachdem es in den zurückliegenden Wochen immer wieder zu Beschwerden über Probleme beim Busverkehr gekommen war, hatten sich am Dienstag die Vertreter der Schulen, der Stadt- und Kreisverwaltung sowie der Busverkehr Ruhr-Sieg (BRS) im Rathaus zum Gespräch getroffen (wir berichteten). Ziel war es, die Probleme zu erörtern, Lösungswege aufzuzeigen und eine weitere Eskalation der Situation zu verhindern.
Für die BRS mühten sich Prokurist Ralf Greulich und Verkehrsplaner Jörg Maaß, Verkehrsplaner der BRS, Erklärungen und Lösungungen für alle aufgeführten Problemfälle vorzulegen. Sie verwiesen unter anderem darauf, dass das Auslassen von Haltestellen dazu geführt habe, dass die BRS alle Fahrer zu einer Schulung verpflichtet habe, die inzwischen bereits dreimal durchgeführt wurde.
Obwohl die Busgesellschaft bei Verspätungen, die sich aufgrund der Bautätigkeiten am Stadtring in Unna und am Autobahnkreuz A 44/A 443 ergeben, machtlos sei, boten die BRS-Vetreter an, dass für den Fall unzumutbar langer Verspätung (mindestens 20 Minuten) künftig punktuell ein in Fröndenberg stationierter Sonderwagen zur Unterstützung eingesetzt wird.
Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die Probleme während der vergangenen Tage deutlich geringer geworden sind. Vor allem der persönliche Einsatz des Prokuristen habe zur Entspannung der Situation beigetragen, heißt es in der offiziellen Stellungnahme.
Da die Schülerbeförderung in Fröndenberg Teil des allgemeinen öffentlichen Nahverkehrs ist, müssten allerdings nach Schulschluss weiterhin Wartezeiten hingenommen werden. Nur so sei der Transport zu akzeptablen finanziellen Bedingungen leistbar. Wünsche, wie etwa ein Sitzplatz für jedes Kind, würden zu einer Verdoppelung der derzeitigen Kosten führen, so die BRS. Eine solche Mehrbelastung erschien den anwesenden städtischen Vertretern jedoch nicht vertretbar.
Zur Verbesserung der Lage in den Bussen will die Gesamtschule prüfen, ein „Bus-Guides-Projekt“ durchzuführen. Dabei sollen ältere Schüler im Rahmen eines Deeskalationstrainings ausgebildet werden, um für zusätzliche Ordnung in den Fahrzeugen zu sorgen. Spontan sagte Klaus-Peter Dürholt von der Kreisverwaltung zu, die Ausbildung aus Mitteln der ÖPNV-Landespauschale finanzieren zu können.
Falls es erneut zu Problemen kommt, bittet die BRS, ihre zentrale Beschwerdestelle anzurufen. Diese ist zwischen 7.30 und 18 Uhr erreichbar: Tel: 0291-9529800.

[WR vom04.09.2008]
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