Das zweite „BUS-Jahr“ geht zu Ende – wieder ein Erfolg

„Wir müssen die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die Schule ohne Abschluss und ohne Perspektive verlassen deutlich verringern. Das BUS-Projekt leistet einen wichtigen Beitrag dazu. Es eröffnet vielen benachteiligten Jugendlichen neue Perspektiven“(Zitat Schulministe­rin Barbara Sommer)

Das Schuljahr neigt sich dem Ende, es ist Zeit Bilanz zu ziehen: Neun von anfangs zwölf Schüler/innen verlassen als zweite Absolventen des Projektes „Betrieb und Schule“ (BUS) die Gesamtschule Fröndenberg – sechs erfolgreich mit einem Schulabschluss, drei davon zusätzlich, mit einer, vom Arbeitsamt unterstützten, Ausbildungsstelle.

Jetzt am Ende dieses Schuljahres steht es fest, sechs Schüler habe die Chance am Schopf gepackt und es am Ende geschafft, sich dem Schulversagen entgegen zu stellen und, bis vor einem Jahr undenkbar, einen Schulabschluss zu erreichen. Zusätzlich sollten die Schüler durch zwei Praktikumstage neben drei regulären Schultagen näher an das Berufsleben herangeführt werden und sich in den Praktikumsbetrieben für eine Ausbildung empfehlen – drei Schüler schafften auch diesen Sprung. Ein voller Erfolg, wenn man bedenkt, dass sonst nur ein Fünftel eines Abschlussjahrganges in das Berufsleben übergeht.

Vor einem Schuljahr ist das BUS-Projekt angetreten, Jugendliche, die sich schwer tun mit Schule und Ausbildung, die an der normalen Regelschule keine Chance auf das Erreichen eines Schulabschlusses besaßen, wieder in die Schule zurückzubringen und ihnen die Freude am Lernen zurück zu geben. Organisiert in einer Kleingruppe von anfänglich 12 Schülern begann die Vorbereitung auf den Ernst des Lebens, die Suche nach den Praktikumsplätzen und das Hereinriechen in das richtige Berufsleben an zwei Tagen in der Woche. Kontinuität stand dabei an erster Stelle, Praktikumsstellenwechsel waren nur im äußersten Notfall gestattet – die Jugendlichen sollten lernen, sich durchzubeißen und Durchhaltevermögen zu zeigen.

Die Zusammenarbeit mit den Praktikumsbetrieben war sehr eng und funktionierte sehr gut. Sie begleiteten den Entwicklungsprozess der Jugendlichen kontinuierlich und unterstützten den Projektlehrer bei der Umsetzung der gesteckten Förderziele. Vielen Dank nochmals für die tolle Unterstützung und manchmal auch endlose Geduld. (Eine vollständige Liste der Praktikumsbetriebe befindet sich auf der Homepage der GSF.)

Im zweiten Teil des BUS-Projektes bzw. den restlichen drei Tagen pro Woche mussten sich die Jugendlichen der schulischen Ausbildung stellen, immer mit dem Blick auf die Anforderungen

des Berufslebens. Diese fand ausgegliedert aus dem Schulgebäude in einem angemieteten Raum im neuen Bahnhof statt, was den Abnabelungsprozess unterstützte, alte verkrustete Denk- und Verhaltensmuster bei den Schülern aufbrach und somit ein Signal für den neu beginnenden Lebensabschnitt setzte.

Der Erfolg gibt uns recht: Die Jugendlichen erwerben durch BUS grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ihnen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern. Das können erste Erfahrungen mit Schweißgeräten sein, der Umgang mit Farbe und Pinsel oder auch die Bedienung einer elektronischen Kasse. Die Mädchen und Jungen erfah­ren, welche große Bedeutung die Schulausbildung für ihren zukünftigen Beruf hat und viele strengen sich dann wieder richtig an. Auch wenn es nicht die Ausbildung sein sollte, finden sie erst durch BUS heraus, welcher Beruf ihnen tatsächlich liegt.

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