Abisturm: „13 Jahre bis zur Krönung”

abisturmGesamtschüler feiern erfolgreichen Abschluss mit großer Feier auf dem Schulhof – Lehrer mussten zu „Dirty Dancing” tanzen
Einen Tag lang Prinz oder Prinzessin sein, diesen Kindertraum erfüllten sich die Abiturienten der Gesamtschule (GSF) gestern zum Tag der Notenverkündung.
Gekrönten Hauptes und mit Wasserpistolen bewaffnet stürmten sie den Unterricht und verwandelten unter ihrem Motto „Westminster Abi. 13 Jahre bis zur Krönung” den Schulhof in eine Burgfestung.

Zwar bekamen auch die Betreuungslehrer Bernadette Weber und Udo Thomas gleich zu Beginn der Feierlichkeiten noch die Königswürde verliehen. Dann mussten sie sich jedoch der Herrschaft der Schüler beugen und wurden, verkleidet mit rotem Umhang und goldener Krone, vor einige Herausforderungen gestellt.

So mussten sich König Thomas und sein Team, bestehend aus Oberstufenlehrern und Schulleiter Klaus de Vries, etwa zum Abschlusssong des Tanzfilms „Dirty Dancing” eine eigene Choreografie ausdenken und diese, im Kampf gegen die wackelige Luftunterlage, auf der eigens aufgestellten Hüpfburg präsentieren. Auch die weiteren Aufgaben hatten es in sich: ein Beach Ball-Spiel in den engen Mauern der Burg, Karaoke-Beiträge sowie spontanes Schauspielern zu einer selbstgeschriebenen Märchenerzählung.

In dieser kämpfte schon mal Mathe-Ritter Elmar Siepmann mit Stechmücken und Durchfall, während der böse Zauberer Degries die hyperaktive Königin entführt hielt. Als am Ende der Bösewicht den Ritter im Tausch für eine Pokemon-Karte tötete und „laut und böse lachte”, jubelten auch alle Abiturierenten mit. „Ich hätte nicht gedacht, dass unser Schulleiter so offen ist und alles so gut mitmacht”, zeigt sich Marit Zimmermann begeistert über Klaus de Vries’ schauspielerischen Einsatz.

Eine schöne Erinnerung, die die Abiturientin mit in den Ernst des Lebens nehmen kann. Denn der warte jetzt auf die GSF-Absolventen, sagt Betreuungslehrer Thomas. Ein bisschen Wehmut sei trotz Feierlaune deswegen dabei, betont der 50-Jährige. „Vieles in diesem Jahrgang hat mich an meine eigene Abi-Zeit erinnert. Über die eine oder andere Postkarte aus einem anderen Leben würde ich mich deswegen später sehr freuen.”
 
( Fröndenberg, 09.06.2009, Katja Ebbecke)
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