Der GSF Schulhund

Was ist ein Schulhund?

Ein Schulhund begleitet die Lehrperson, die auch sonst Bezugsperson des Tieres ist, regelmäßig in deren Unterricht und gegebenenfalls bei schulischen Veranstaltungen. Die Anwesenheit des Schulhundes unterstützt die Erziehungsarbeit der Lehrperson. Durch den Kontakt zum Schulhund sollen die Kinder und Jugendlichen in der Entwicklung ihrer sozial- emotionalen Kompetenz, ihrer psychischen und physischen Gesundheit, sowie in ihrer Kommunikationsfähigkeit geschult werden. Die Schüler und Schülerinnen sollen am Beispiel Schulhund lernen, dass der Mensch für das Tier als Mitgeschöpf Verantwortung trägt und dessen Leben und Wohlbefinden schützen muss (TierschG, §1) und dass ein Tier hinsichtlich seiner Ernährung, Pflege, Unterbringung und Bewegung bestimmte art- und verhaltenstypische Bedürfnisse hat, die der Tierhalter erfüllen muss (TierschG, §2). Der Schulhund leistet demnach einen wesentlichen Beitrag zum Tierschutzgedanken.

Als Schulhund geeignet sind nur besonders ruhige und sehr gut erzogene Hunde, die einen hohen Stresspegel haben, ohne Zeichen von Aggression zu zeigen. Dabei steht das Wesen des Tieres im Vordergrund, nicht seine Rasse.

 

Umsetzung des Schulhundkonzeptes an der GSF

Raya ist eine sieben Jahre alte Labradorhündin. Sie ist aggressionsfrei, ruhig, ausgeglichen, belastbar, freundlich. Sie lässt sich am ganzen Körper berühren, gehorcht gut, begrüßt unauffällig (kein Anspringen) und ist gut sozialisiert – Menschen und Hunden gegenüber. Raya ist absolut verträglich mit Kindern. Bei aggressiv geladener Stimmung zieht sie sich zurück. Ihr Verhalten ist somit entschärfend. Von der Halterin und ihren Familienmitgliedern lässt sie sich alles gefallen, z.B. Maul öffnen, Futter wegnehmen, bürsten. Raya kann sehr gut allein sein, sie nimmt Futter sanft aus den Fingern, bellt sehr selten, ist nicht sehr geräuschempfindlich oder ängstlich. Raya ist gepflegt und frei von infektiösen Krankheiten. Wenn Kinder stolpern oder laufen, bleibt sie gelassen. Sie baut recht schnell Vertrauen auf, wenn man sich liebevoll mit ihr beschäftigt.

Es liegt eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Hund und Halterin vor. Theoretisches und praktisches Wissen im Umgang mit dem Hund sind vorhanden. Der Hund hat Familienanschluss und wird adäquat versorgt. Für die medizinische Versorgung trägt Frau Naumann die Verantwortung und sie beachtet auch die Tierschutzaspekte. Der Schutz des Hundes steht immer im Vordergrund, da dies zur Vermeidung von Unfällen unabdingbar ist. Raya wird artgerecht versorgt. Sie wird regelmäßig gegen Tollwut geimpft und entwurmt.

 

Der Einsatz des Hundes Raya ist auf die Klassen beschränkt, in denen Frau Naumann unterrichtet (Klasse 5.6 und Klasse 6.6). Im weiteren Verlauf des Projektes ist der Einsatz als Lesehund (SuS lesen dem Hund vermeintlich unbeobachtet vor), in Kleingruppen und einer Hunde-AG (Hundeführerschein) denkbar.

Ein täglicher Einsatz des Hundes in den Klassen ist für ihn sehr anstrengend. Aus diesem Grund nimmt Raya nur an drei Tagen in der Woche am Schulleben teil.

Das Hauptaugenmerk von Frau Naumann liegt selbstverständlich auf den Schülern und der Vermittlung der Unterrichtsinhalte, d.h. die hundegestützte Pädagogik funktioniert nur, wenn der Lehrkörper sicher sein kann, dass sein Schulhund keine Gefahr für seine Schüler darstellt.

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